Die Liparischen Inseln sind klein, aber steil: Salina erreicht 962 Meter, Filicudi 774 und Alicudi 675 – jeweils direkt vom Meer aus. Dazu kommen zwei Vulkane, auf denen besondere Regeln gelten. Die beste Zeit zum Wandern sind Mai und Oktober; im Hochsommer musst du sehr früh starten, Schatten gibt es auf den meisten Wegen kaum.
Stromboli: nur mit Guide über 290 Meter
Die bekannteste Wanderung der Inseln ist auch die am strengsten geregelte. Allein darfst du auf der Seite des Hauptorts bis 290 Meter hinauf, von Ginostra aus bis 130 Meter. Höher geht es nur mit autorisiertem Vulkanführer, und auch dann nur bis 400 Meter. Die Touren starten etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang und kehren im Dunkeln zurück. Alles Weitere – Ausrüstung, Absagen, Bußgeld – steht auf der eigenen Seite: Stromboli besteigen 2026: Regeln, Guides und Touren.
Vulcano: Gran Cratere
Die kürzeste Vulkanwanderung führt von Porto di Levante auf den Rand des Gran Cratere, auf rund 390 bis 400 Meter. Der Weg ist als „E“ eingestuft, also ein normaler Wanderweg, aber steil und ohne Schatten. Oben siehst du in den Krater mit seinen gelben Schwefelablagerungen und hinüber nach Lipari und Salina.
Regeln am Gran Cratere
- 1. April – 20. Oktober: 6:30–10:30 und 16:00–19:30 Uhr
- 21. Oktober – 31. März: 7:30–16:30 Uhr
- Nur bei grüner Ampel; nie allein; FFP2-/FFP3-Maske dabei; kein Eintritt; 500 € Bußgeld bei Verstößen
Verordnung Nr. 17/2023 der Gemeinde Lipari, Stand 20.10.2026.
Mehr über die Insel: Vulcano: Gran Cratere, Schlammbad und Strände.

Salina: Fossa delle Felci, 962 Meter
Der höchste Berg der Inseln ist der grünste. Die Fossa delle Felci – „Grube der Farne“ – liegt im Naturreservat „Le Montagne delle Felci e dei Porri“, das seit 1984 besteht. Vom Gipfel überblickst du bei klarer Sicht den Archipel bis zum Stromboli. Plane einen halben Tag ein. Wer Wandern mit Genuss verbinden will, kann eine geführte Tour mit Verkostung lokaler Produkte buchen (3,5 Stunden, kleine Gruppe, bisher fünf Bewertungen). Mehr: Salina: Kapern, Malvasia und die grünste Insel.

Lipari: Aussichtspunkte und Vulkangelände
Lipari hat keinen spektakulären Gipfel, aber schöne Halbtagestouren: zum Aussichtspunkt Quattrocchi mit Blick auf die Faraglioni und Vulcano, auf den Monte Pelato mit dem Krater Campo Bianco oder durch das helle Gelände der alten Bimssteinbrüche im Nordosten. Der höchste Punkt, der Monte Chirica, liegt bei 602 Metern. Viele Ausgangspunkte erreichst du mit dem Bus von Urso. Mehr: Lipari.

Filicudi und Alicudi: Treppen und Stille
Auf den Westinseln wanderst du auf Pfaden und Treppen, die bis heute Wege des Alltags sind. Auf Filicudi führen Wege zum prähistorischen Dorf am Capo Graziano und hinauf zur Fossa delle Felci (774 m). Auf Alicudi gibt es überhaupt keine Straßen: Alles geht über Treppen aus Stein, Lasten tragen Maultiere. Der Filo dell’Arpa (675 m) ist ein Ziel für einen halben Tag. Mehr: Filicudi und Alicudi.
Was du einpacken solltest
- Feste Schuhe mit Profil: Lavasand und Geröll sind rutschig.
- Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person, im Sommer mehr.
- Sonnenschutz und Kopfbedeckung.
- Für Vulcano eine FFP2-Maske, für Stromboli eine Stirnlampe.
- Eine Offline-Karte auf dem Handy.
Wann wandern?
Im Mai liegen die Höchstwerte um 22 Grad, im Oktober um 24 Grad – ideal. Im Juli und August klettert das Thermometer über 29 Grad. Dann gilt: vor 9 Uhr los oder auf den späten Nachmittag ausweichen. Monatswerte: Beste Reisezeit.
Die Wander-Inseln
Fotos auf dieser Seite
- Kraterweg Vulcano. · foilman · CC BY-SA 2.0 · Flickr (via Openverse)
- Wandern auf Salina. · Paolinasca · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons
- Küste von Lipari mit Salina. · Viaggio nel Mondo Travel Magazine · CC BY-SA 2.0 · Flickr (via Openverse)
- Ausbruch in der Dämmerung. · mark i geo · CC BY 2.0 · Flickr (via Openverse)
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